Risiken & Reaktionen

Das Tattoo-Stechen verursacht eine Wunde, das liegt in der Natur der Sache. Die Wunde kann sich entzünden. Die Entzündung ist eine Abwehrreaktion des Körpers. Am Tag des Stechens ist normalerweise der gesamte Bereich der tätowierten Haut rot, leicht geschwollen, empfindlich und etwa so schmerzhaft wie ein starker Sonnenbrand. Hält diese Reaktion länger an als ein paar Tage, kann sie ein Zeichen für eine Infektion sein. Auch während der Heilung kann eine Infektion auftreten, zum Beispiel durch das Eincremen. Infektionen können sich an der tätowierten Stelle oder anderswo im Körper bemerkbar machen.Tattoo-Farben (Farbpigmente und Hilfsstoffe) können eine Gefahr darstellen.Sie können gesundheitsschädliche Stoffe enthalten oder möglicherweise Allergien auslösen. Viele gesundheitsschädliche Stoffe dürfen nicht in Tattoo-Farben verwendet werden. In Deutschland regelt das die Tätowiermittel-Verordnung.
Manche Tattoo-Farben enthalten Stoffe, die Allergien auslösen können, beim ersten oder bei einem späteren Tattoo. Zu diesen Stoffen zählt zum Beispiel Nickel. Nickel kann als Verunreinigung in Tattoo-Farben vorkommen und ist dann nicht auf der Liste der Bestandteile erkennbar. Zu diesen Stoffen zählen aber auch bestimmte Farbpigmente. Rote Tattoo-Farben stehen besonders im Verdacht, Allergien auslösen zu können. Eine Allergie kann auch Jahre nach dem Tätowieren auftreten. Es ist möglich, einen Allergietest (Patch-Test) zu machen, bevor man sich ein Tattoo stechen lässt. Endgültige Sicherheit gibt das aber nicht. Außerdem kann man durch einen Allergietest auch sensibilisiert werden (das ist ein Schritt auf dem Weg zur Allergie). Auf keinen Fall sollte die Verträglichkeit mit einer kleinen „Probe“-Tätowierung getestet werden.
Schwangere sollten sich nicht tätowieren lassen. Ein Tattoo kann auch noch warten. Auch bei einer Nickelallergie sollte man ganz auf ein Tattoo verzichten. Nickel kann als Verunreinigung in Tattoo-Farben enthalten sein und ist dann nicht auf der Liste der Bestandteile erkennbar. In folgenden Fällen sollte man sich ärztlich beraten lassen: wenn man Diabetiker, Bluter oder herzkrank ist; wenn man blutverdünnende, gerinnungshemmende Medikamente nehmen muss; wenn das Abwehrsystem des Körpers geschwächt ist (z. B. durch immunsupprimierende Medikamente); wenn man zu Allergien, Ekzemen, Neurodermitis oder Schuppenflechte neigt oder offene Wunden hat. Generell gilt: Bei Zweifeln kann der Gang zum Arzt vor Schaden bewahren.
Allergische Reaktionen auf ein Präparat Infektionen durch Verschmutzung oder mechanische Einwirkung (bis zur vollständigen Abheilung!) wie bei jeder anderen Verletzung der Haut auch Vernarbungen durch UV- Bestrahlung oder Kratzen bzw. bei Neigung zur Narbenbildung Hellere Flecken im Tattoo, z.B. durch aufweichen/ Kratzen in der Abheilphase Irritationen der Haut Es ist prinzipiell möglich, dass durch Bestandteile diverser Tätowierfarben ein CT/MRT der tätowierten Körperstelle nicht mehr möglich ist, besonders wenn Metalloxydpigment verwendet wurde. Allerdings ist das äußerst unwahrscheinlich wenn das Tattoo aus einem überprüften Tattoostudio stammt! Die von uns verwendeten Farben entsprechen den aktuellen Gesetzen und Zulassungsbestimmungen, daher sind derartige Reaktionen nicht zu erwarten. Wie eine Schürfwunde ist auch frisch tätowierte Haut eine Eintrittspforte für Pilze und Bakterien, daher das Tattoo nicht unnötig berühren, ausser zur Pflege und das bitte immer nur MIT SAUBEREN HÄNDEN (ansonsten: erhöhtes Infektionsrisiko). Das frische Tattoo auf gar keinen Fall von anderen begrabschen lassen! Man bedenke, wie viele Menschen sich nach dem WC Besuch NICHT die Hände waschen
Tattoos sind heutzutage zwar nicht generell ein Jobkiller, doch in manchen Berufen mit Kundenkontakt ist ihre Sichtbarkeit nicht erwünscht. Die „T-Shirt-Grenze“ gilt hier oft als Maßstab. Einschränkungen kann es zum Beispiel bei der Polizei, Banken, Versicherungen und Fluggesellschaften geben. Es ist also sinnvoll, sich vor dem Tätowieren beim Arbeitgeber zu erkundigen oder im Arbeitsvertrag nachzuschauen. Gerade junge Menschen, die noch nicht arbeiten, sollten sich klarmachen, dass ein Tattoo später einmal ein Hindernis für den Traumjob sein könnte.
Sichtbare Tattoos können in manchen anderen Ländern religiöse Gefühle verletzen. So werden in Sri Lanka Tattoos mit buddhistischen Motiven als Verunglimpfung der Religion empfunden. Es ist vorgekommen, dass Leute mit solchen Tattoos nicht einreisen durften oder das Land verlassen mussten. Ähnliches gilt in Thailand für religiöse Motive, besonders Buddha-Darstellungen, unterhalb der Gürtellinie oder auf den (als unrein geltenden) Füßen. In streng muslimischen Ländern sind religiöse oder sexuell freizügige Motive unter Umständen nicht gern gesehen. Auch in Honduras und El Salvador kann man mit sichtbaren Tattoos Schwierigkeiten bekommen, da Tätowierungen dort häufig mit Straßengangs in Verbindung gebracht werden.